Archiv für Juni 2012

Mal wieder Fundstücke

Aus diversen Gründen gibts diese Fundstücke nur unkommentiert als Appetithappen:

via (Originalquelle hier):

Ein Hoch auf die Gen-Technik
In Elgin, östlich von Texas, verendeten die Rinder von Jerry Abel, als nach Feststellung der Bundesbehörden, seine Kühe das genmanipulierte Gras abweideten, das 15 Jahre nach der Erst-Aussaat plötzlich begann, Zyanid zu produzieren.

“Eine U-Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz”
Unser Autor war mit Deutschland-Fans unterwegs in der Ukraine. Dabei erlebte er einige Dinge, über die hierzulande kaum berichtet wird: Nationalismus, Nazi-Kult, Antisemitismus und Rassismus gehören offenbar noch immer zum unguten Ton bei Auswärtsspielen der Nationalmannschaft.

Von Publikative.org (Photograph: Florian Schubert)
(Quelle)

Unsere Freunde, die Putschisten
Was sich Dirk Niebel in Asunción erlaubt hat, ist ein Skandal. Obwohl am Freitag der Parlamentsputsch gegen Präsident Fernando Lugo in vollem Gang war, hielt der Entwicklungsminister an seiner geplanten Reise nach Paraguay fest und ließ sich von Lugos illegitimem Nachfolger Federico Franco empfangen. […]

(Quelle)
Auch zum Putsch mit mehr Häme und auch gegen unsere anderen Staatstragenden Parteien hier.

Spanien gerettet

Seit dem Wochende ist es klar: Spanien wird endlich gerettet. Über die Retter hatte ich neulich hier schonmal gesprochen Und spätestens seit heute mittag ist klar, die hundert milliarden (100.000.000.000 €) werden nicht viel bringen. Zwar feierten unsere Europäischen Börsen heute morgen die Rettung noch, mittags jedoch stürzten die Börsen ab und in Amerika schlossen sie sogar im Minus.
Währenddessen rechnet das ehemalige Nachrichtenmagazin schonmal durch wieviele Rettungen „wir“ uns jetzt noch leisten können (und unter uns, wir werden sie uns leisten). Doch zurück ins jetzt. Die „Rettung“ wird von einem Wirtschaftsnobelpreisträger als Vodoo-Ökonomie abgewatscht, ein anderer Nobelpreisträger sagt, alles was uns die hundert milliarden bringen ist ein bischen zeit zu kaufen und so wie es bisher läuft tut die Politik mit der gekauften Zeit: nichts. Der übernächste Kommentar von dem selben cleveren Menschen zeigt die Zinsen für Spanische Staatsanleihen unter dem Titel „Things you don‘t want to see the morning after a bailout“. Die Zinsen steigen.
Der Bailout hat nichts gebracht, nichts. 100.000.000.000€ für nichts. Und die Optionen werden nicht mehr mit dem Geld das verbrannt wird. Unserem Geld das anderen in den Arsch geschoben wird. In Spanien gab es heute eine Demo unter dem Titel: „Diese Rettung zahlen wir nicht.“ Feynsinn kommentiert: Rie ne va plus. Und das passt auch aufgrund des Kontexts in dem der Spruch entstanden ist. Aber der Kontext von Feynsinn ist eigentlich die nächste Welle Scheiße die gerade auf uns zurollt. Eine Welle aus Scheiße die sich praktisch nichtmehr aufhalten lässt und die uns platt macht, selbst wenn überraschenderweise Griechenland, Spanien, Portugal und Irland die fiese Austeritätspolitik gut überstehen sollten.

Der italienische Industrieminister Corrado Passera versuchte zu beruhigen: Sein Land habe bereits alles Notwendige getan, um sich aus eigener Kraft in der Euro-Krise zu retten, sagte Passera am Montag. Italien sei nicht der nächste Kandidat für den Rettungsschirm.
Manche Experten halten Italien jedoch für den nächsten Wackelkandidaten in der Schuldenkrise. Nach dem geplanten Hilfsantrag Spaniens für seine Banken dürfte nun Italien in den Fokus der Märkte rücken, erwartet die Commerzbank. „Die Konjunktur ist eingebrochen und der Reformwille der italienischen Politik ist offensichtlich bereits wieder deutlich erlahmt“, sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. „So könnte auch ein Hilfsantrag Italiens nur eine Frage der Zeit sein.“

(Quelle)
Wenn wir in dieser Krise irgendwas gelernt haben, es eine Konstante gibt: EinE MinisterIn der/die sagt, sein Land brauche keine Hilfe ist ein sicherer Indikator dafür, das sie bald „gerettet“ werden. Und Italien ist definitiv 2big2fail. Und gleichzeitig zu groß um gerettet zu werden. Wenn Italien Hilfe braucht, und es sieht so aus als ob Italien Hilfe brauchen würde, dann sind wir am Arsch.
PS:Zypern braucht auch „Hilfe“ aus dem Rettungsschirm.

Update (13.6. 00:15):
Wie versprochen und einfach nur um meine scharfen Thesen zu belegen hier mal ein screenshot von startseite des ehemaligen Nachrichtenmagazins, vor etwa 15 min:

Wer scharfe Augen hat kann erkennen, das Christine Lagarde (IWF Chefin) der Eurozone noch weniger als 3 Monate gibt. Sie spielt damit auf eine Äußerung von Herrn Soros an, der der Eurozone 3 Monate gibt. Sie setzt auf weniger… Und der IWF ist Teil der Troika und schon mit ein paar vielen Milliarden im Spiel. Das heißt sie sollte wenig Interesse haben, das die Prognose wahr wird und weiß genau das solche Äußerungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen das die Kohle weg ist.

(update 2 (14.6. 00:15)):
Einen hab ich noch. fefe verlinkt auf einen artikel von einem menschen der jemanden bei bloomberg tv zitiert. klingt bischen komische aber der blog is seriös (wahrscheinlich seriöser als fefe :D ), von daher wird das zitat stimmen. wörtlich sagt dieser mensch:

When you realize that of the potential $100 billion to spend, 22% of that has to be provided by Italy and their lending to Spain is at 3% but Italy has to borrow at 6%. They have to lend to Spain $22bn at 3% – it is just madness. Everybody is getting worried again. The solution that they seem to have come up with seems to be worse than the problem in the first place.

(hervorhebung im Original)
Also für menschen deren Englischkentnisse sich stark in Grenzen halten und die der googel-übersetzung nicht trauen. Ich übersetze es nicht :D Naja die Essenz ist: von den 100.000.000.000€ für die Spanischen Banken kommen 22.000.000.000 € von Italien und der Joke dabei ist: Italien muss 6% Zinsen zahlen und leiht das Geld für 3% an Spanien.
D.h. Italien, die ja eigentlich vorn paar Wochen noch nicht soo schlecht da standen müssen jetzt 22 Milliarden extra aufnehmen und werden mit in den Abgrund gezogen. Mit dem Konjunkturprogramm für Banken in Spanien springt der Schuldenstand in Italien um etwa 10% auf 89% des BIP.
Vor allem bei 6%. Ich hab das mal so grob ausgerechnet (ausrechenen lassen, ich sitz vorm Rechner, da rechne ich ja net selber), da sind etwa 66.000.000€ pro Jahr die Italien jetzt zahlen muss für Spanische Banken (da sind jetzt die 3% die Italien von Spanien kriegen soll schon abgezogen). Das soll jetzt kein Plädoyer dafür sein, das Italien das Geld nicht rausrückt oder Spanien 6% zahlen soll. Das ganze dient nur der Illustration dessen, wie sehr wir grade in der Scheiße sitzen. Die Ökonomen sagen immer schlechtem Geld gutes hinterher werfen.
Kleine Anmerkung noch zu den 22% die Italien trägt/tragen muss. Das liegt vor allem daran, dass langsam die Länder ausgehen, die andere Länder retten können. Früher war ja Spanien bei den Ländern, die die anderen gerettet haben. Jetzt haben wir Länder zu Bad Banks umgebaut, die die Schulden den Banken abnehmen. Das doofe bei Ländern die als Bad Banks funktionieren sollen, ist nur, dass Bad Banks eigentlich abgewickelt werden sollen. Länder kann man aber nicht einfach so abwickeln und deshalb haben wir halt dieses Domino wo immer größere Steine umfallen wollen und stabilisiert werden müssten. Nur Italien ist so groß, das den Stein keiner mehr aufhalten kann (in Europa; ob nicht China/Amerika o.ä. das könnten und würden, anderes Thema).
Spannend wirds übrigens zwischen Sonntag Abend und Montag Mittag.




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